Aachener Verein zur Förderung psychisch Kranker und Behinderter e.V.
Sozialpsychiatrischer Fortbildungstag 2014
Sehr geehrte Besucherin unserer Leitseite, sehr geehrter Besucher unserer Leitseite, die spektakuläre Darstellung von Wohnungen, die bis an die Decke vollgestopft sind, die nahezu keinen begehbaren Lebensraum mehr bieten und in denen Müll, Unbrauchbares, Unrat, Dreck und selbst Exkremente im gesamten Wohnbereich angehäuft sind, hat immens zugenommen. Auch Mitarbeiter/Innen des sozialpsychiatrischen Hilfesystems stoßen in ihrer Arbeit immer häufiger auf völlig desolate Wohnverhältnisse. Solcherart Fälle, bei denen Menschen ihre Wohnung durch die Anhäufung von Gegenständen unbewohnbar machen und dadurch von Kündigung, Zwangsräumung oder der Unterbringung in einem Heim bedroht sind, erfordern häufig einen großen Ressourceneinsatz - finanziell wie personell. Nicht selten sind die professionellen Helfer/Innen jedoch recht hilflos. Liegt der Wohnungsverlosung immer eine psychische Störung zugrunde? Welche Maßnahmen helfen, wenn keine psychische Erkrankung vorliegt? Wann hilft Behandlung überhaupt bei Wohnungsverwahrlosung? Welche Hilfsmaßnahmen werden von den Betroffenen am besten angenommen und welche sind nur wenig erfolgsversprechend? Diese und ähnliche Fragen haben wir am 04.06.2014 aufgegriffen in der von uns im Rahmen unseres Aachener Sozialpsychiatrischen Fortbildungstages angebotenen Veranstaltung. "Ich liebe Müll!" - Wenn die Wohnung im Chaos versinkt: Vermüllung, Wohnungsverwahrlosung und pathologisches Horten. Die Tatsache, dass mehr als 250 Menschen zu unserer Veranstaltung gekommen sind, freut uns sehr. Die überaus positive Teilnehmerresonanz zeigt, dass es uns gelungen ist, ein viele Menschen beschäftigendes, aktuelles und spannendes Thema darzubieten. Unser besonderer Dank gilt Herrn Dr. med. Thomas Lenders, Referent unserer diesjährigen Veranstaltung. Herr Dr. Lenders hat auf unnachahmlich spritzige und lebendige Art und Weise sowohl theoriegeleitete Erkenntnisse präsentiert als auch geerdete und alltagstaugliche Vorschläge zum pragmatischen Vorgehen bei katastrophalen Wohnverhältnissen vorgestellt. Die Vorschläge von Herrn Dr. Lenders basieren vor allem auf der Untersuchung von 186 Fällen des Sozialpsychiatrischen Dienstes Dortmund 2008 bis 2012. Die gesamten Dortmunder Untersuchungsergebnisse finden Sie hier. Fotos zu unserer Veranstaltung finden Sie hier.   V.i.S.d.P. Dr. Mechtild M. Schmitz Geschäftsführerin des Aachener Vereins zur Förderung psychisch Kranker und Behinderter e.V. Telefon: 0241 / 463 761 40 Telefax: 0241 / 463 761 41 E-Mail: info@aachenerverein.de Fotos: Thomas Schumacher, Aachener Verein zur Förderung psychisch Kranker und Behinderter e.V.